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Vereinigung bildender Künstler e.V.

 

 

 

 

 

 

 

 

                                                                                      

  Zur Idee

 Elke Beyer in ihrer Rede anlässlich der Vorstellung der Kunstobjekte bei Burg Uda

Wie wir wissen, ist die Aufstellung Plastischer Kunstwerke in der Natur, z.B. in städtischen Parkanlagen oder anderen Landschaftsszenarien seit den fünfziger Jahren weit verbreitet. Hier wollen sie jedoch in der Regel als autonome Werke verstanden werden, d.h., sie verzichten auf einen inhaltlichen Bezug zu ihrem Aufstellungsort.

So legitim es auch sein mag, die Wirkungsfähigkeit des eigenen Kunstwerks in Konfrontation mit den Bedingungen des Naturraums zu erproben, - die Platzierung von Kunstobjekten in einem naturgeschützten Landschaftsbereich erschien uns damit nur ungenügend legitimiert.

Die erforderliche Legitimation haben wir darin gesehen, uns mit unseren Beiträgen inhaltlich auf die besondere Qualität dieser Landschaften zu beziehen.

Indem wir mit dieser Entscheidung den objektiven Eigenwert der Landschaft ausdrücklich anerkennen, verweisen wir gleichzeitig darauf, dass Kunst und Landschaftsschutz in einem engen geistesgeschichtlichen Zusammenhang stehen.

 Ästhetische Naturerfahrung hat nicht nur die Haltung der Kunst zur Landschaft geprägt und ihr - bis in die Moderne - immer neue Ausdrucksmöglichkeiten eröffnet- , sie prägt bis heute auch die Vorstellungswelt von Natur- und Umweltschützern.

Und wenn es denn so ist, dass die Begegnung mit der Natur in der Wesensform der Landschaft zu einer für unsere Selbstfindung und Selbsterkenntnis  konstitutiven Erfahrungsnotwendigkeit gehört, dann müsste es - nach ihrem eigenen Selbstverständnis- Aufgabe der Kunst sein, Stellung zu beziehen zur gesellschaftlichen Verantwortung für den Erhalt und die Weiterentwicklung derjenigen Landschaften, in denen eine solche „Begegnung mit der Natur“ heute noch möglich ist.

Eine solche Stellungnahme schwingt in allen unseren Objekten thematisch mit.

Dass dabei unsere persönliche Natur- Erfahrung von individuellen und subjektiven Faktoren bestimmt wird, spiegelt sich in den unterschiedlichen Perspektiven wider, aus denen die fünf Künstler das Thema Landschaft betrachtet und künstlerisch umgesetzt haben.

 

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